Wenn sich das Leben überfordernd anfühlt, wenden sich viele Menschen instinktiv der Natur zu. Ein Spaziergang in einem Park. Am Meer sitzen. Einen Sonnenuntergang beobachten. Ist das nur ein angenehmes Gefühl, oder steckt etwas Tieferes dahinter?
Laut einer Studie mit 38.000 Menschen fördert die Verbindung zur Natur das Wohlbefinden weltweit
von Stylianos Syropoulos, Christina Jinhee Capozzoli, Lea Barbett, The Conversation
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Gaby Clark, rezensiert von Andrew Zinin
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Wenn sich das Leben überfordernd anfühlt, wenden sich viele Menschen instinktiv der Natur zu. Ein Spaziergang in einem Park. Am Meer sitzen. Einen Sonnenuntergang beobachten. Ist das nur ein angenehmes Gefühl, oder steckt etwas Tieferes dahinter?
Eine Vielzahl von Studien hat den Aufenthalt in der Natur mit verschiedenen Aspekten der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens in Verbindung gebracht. Beispielsweise scheint das Eintauchen in die Natur im Freien Depressionen zu lindern und die Gehirnaktivitätsmuster zu beeinflussen. Der Effekt kann besonders bei Kindern relevant sein. Aber die meisten Untersuchungen zu dieser Frage haben sich mit Menschen befasst, die in sogenannten WEIRD-Gesellschaften leben – westlichen, gebildeten, industrialisierten, reichen und demokratischen.
Als Umweltpsychologen mit Sitz in den USA und in Deutschland waren wir Teil eines Teams von mehr als 100 Forschern, die sich zum Ziel gesetzt hatten, dieses Phänomen auf globaler Ebene zu untersuchen und festzustellen, wie konsistent es auf der ganzen Welt ist.
In so unterschiedlichen Ländern wie Brasilien, Japan, Nigeria, Deutschland und Indonesien konnten wir ein klares Muster erkennen: Menschen, die sich stärker mit der Natur verbunden fühlten, berichteten auch über ein höheres Wohlbefinden.
Weltweite Einheit mit der Natur
Forscher, die die Beziehung des Menschen zur Natur untersuchen, verwenden häufig den Begriff „Naturverbundenheit“. Mit diesem Satz ist nicht einfach gemeint, dass man wandern geht oder einen Park besucht. Naturverbundenheit bezieht sich auf das Ausmaß, in dem Menschen die Natur als Teil ihrer selbst betrachten – ob sie eine emotionale Bindung zur natürlichen Welt verspüren und ein Gefühl der Einheit mit ihr empfinden.
Jemand, der ein hohes Maß an Naturverbundenheit hat, könnte Aussagen wie „Meine Beziehung zur Natur ist ein wichtiger Teil von mir“ zustimmen. Es spiegelt Identität und Bedeutung wider, nicht nur Bloßstellung.
Wir haben uns auf Daten gestützt, die zwischen 2020 und 2022 von mehr als 38.000 Teilnehmern im Rahmen einer großen internationalen Zusammenarbeit gesammelt wurden, um zu messen, wie Menschen auf die COVID-19-Pandemie reagierten. Die Teilnehmer kamen aus 75 Ländern und waren im Durchschnitt im Teenageralter, 20 oder 30 Jahre alt. Sie füllten Fragebögen aus, in denen der Zusammenhang zwischen der Bindung der Menschen zur Natur und verschiedenen Aspekten des Wohlbefindens untersucht wurde.