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Die Entdeckung von HIV könnte die Tür zu einer lang ersehnten Heilung öffnen

ScienceDaily | Mai 29, 2025
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Neue HIV-Forschungen zeigen, dass kleine Veränderungen des Virus beeinflussen, wie schnell oder langsam es sich vermehrt und wie leicht es im Körper wieder erwachen kann. Diese Erkenntnisse bringen Forscher der Suche nach Möglichkeiten näher, das ruhende Virus auszuspülen und endgültig zu eliminieren.

Wissenschaftler der University of Virginia School of Medicine haben einen Hauptgrund dafür entdeckt, warum HIV nach wie vor so schwer zu heilen ist: Ihre Forschung zeigt, dass kleine Veränderungen im Virus beeinflussen, wie schnell oder langsam es sich vermehrt und wie leicht oder hartnäckig es aus seinem Versteck wieder erwachen kann. Diese Erkenntnisse bringen Forscher der Suche nach Möglichkeiten näher, das ruhende Virus auszuspülen und endgültig zu eliminieren. Dank bemerkenswerter Fortschritte in der HIV-Behandlung kann das Virus oft auf nicht mehr nachweisbare Werte im Blut unterdrückt werden, wodurch die meisten Krankheitssymptome beseitigt und eine Übertragung auf andere verhindert werden. Aber HIV verschwindet nie wirklich. Stattdessen versteckt es sich im Körper in einer ruhenden oder „latenten“ Form. Zustand, und wenn die Medikamente jemals abgesetzt werden, kann er wieder auftreten. In diesem Stealth-Modus entgeht das Virus sowohl antiretroviralen Medikamenten als auch dem Immunsystem, was eine der größten Herausforderungen bei der Suche nach einem Heilmittel darstellt. „HIV-Behandlung ist lebensrettend, aber auch lebenslang“, sagte er. sagte Patrick Jackson, MD, einer der beiden Hauptautoren des Papiers. „Zu verstehen, wie das Virus in den Zellen latent bleibt, könnte uns dabei helfen, eine dauerhafte Heilung für HIV zu entwickeln.“ Die neuen Erkenntnisse von UVA enthüllen einen entscheidenden Hinweis darauf, wie HIV diesen Versteckvorgang kontrolliert. Die Forschung zeigt, dass subtile Variationen in einem viralen Kontrollsystem, bekannt als Rev-RRE-Achse, Einfluss darauf haben, wie effizient sich das Virus repliziert und wie leicht es sich aus der Latenz heraus reaktiviert. Einige Versionen dieses Systems machen den Virus aggressiver, während andere ihn weniger aktiv machen und es schwieriger machen, ihn aus seinem Versteck zu eliminieren. „Viele Wissenschaftler dachten schon früh, dass die Rev-RRE-Achse lediglich ein Ein-Aus-Schalter für das Virus sei.“ „Unsere jüngsten Studien haben jedoch gezeigt, dass es eher wie ein Rheostat funktioniert“, sagt er. sagte Marie-Louise Hammarskjold, MD, PhD, stellvertretende Direktorin des Myles H. Thaler Center for AIDS and Human Retrovirus Research der UVA in der Abteilung für Mikrobiologie, Immunologie und Krebsbiologie. „Wir wissen seit einiger Zeit, dass die Aktivität der Rev-RRE-Achse variiert“, sagte er. sagte David Rekosh, PhD, Direktor des Zentrums. „Diese Studie stellt einen direkten Zusammenhang damit her, wie gut sich das Virus aus der Latenzzeit vermehren und reaktivieren kann.“ Um sich zu vermehren, muss HIV seine RNA – seine zellulären Betriebsanweisungen – aus dem Kern infizierter Zellen exportieren. Dies geschieht mithilfe eines koordinierten Systems, das ein virales Protein namens Rev und eine spezielle RNA-Struktur namens Rev Response Element oder RRE umfasst. Die neue Forschung von UVA zeigt, dass kleine Änderungen in diesem Regulierungssystem sich direkt auf die Fähigkeit von HIV auswirken, sich zu reproduzieren und aus der Latenz herauszukommen. Die Studie ergab, dass Viren mit geringer Rev-Aktivität sowohl bei der Replikation als auch bei der Latenz-Reaktivierung einen Nachteil hatten. Diese Variabilität hilft zu erklären, warum HIV trotz aggressiver Behandlung bestehen bleibt. Um ein Heilmittel zu entwickeln, müssen zukünftige Therapien möglicherweise diese subtilen Variationen berücksichtigen, die es dem Virus ermöglichen, sein Verhalten zu ändern, sagen die Forscher.

This article was originally published by ScienceDaily. For more details, images, and references:

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